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AFRICAN CONSULTATIVE FORUM (ACF) PRESSEMITTEILUNG IM FALL AYODELE

AFRICAN CONSULTATIVE FORUM (ACF) PRESSEMITTEILUNG IM FALL AYODELE

 

AFRICAN CONSULTATIVE FORUM (ACF) PRESSEMITTEILUNG IM FALL  AYODELE

African Consultative Forum – ACF – (Beratungs-Forum für Afrikaner) hat in der vergangenen Tagen über die Presse von der Abschiebung des 18-jährigen Ayedele Medaiyese (kurz: Ayo) nach Nigeria erfahren und ist in einem Gespräch mit den Betroffenen der Sache nachgegangen.

Es ist hier eindeutig, dass Ayo während seines Aufenthaltes in Deutschland weder einen kriminalen Akt  begangen hat, noch ist hier eine Gefahrenprogose  für die Gesellschaft erkennbar. Hervorzuheben ist aber, dass er zur Schule geht und sehr gut integriert ist.

Dieser Gesichtspunkt ist deshalb für die hier zu treffende Entscheidung von erheblicher Bedeutung, weil die Stadt Hamburg seit 2006 die „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ als einer der Kernaufgaben seiner politischen Agenda hat. Selbst die Presseerklärung vom 22.05.2012 des amtierenden Bürgermeisters Olaf Scholz lautete: „Zuwanderer bereichern unsere Gesellschaft und unsere Stadt“.

So eine Bereicherung ist Ayo für unsere Stadt! Er spiegelt genau all die positiven Aspekte einer „gelungenen Integration“ wider. Ayo hat innerhalb von zwei Jahren, die deutsche Sprache erlernt, bereitet sich auf das Abitur vor, und hat reelle Chancen einer Profikarriere im Fußball.  Er hat nicht nur zahlreiche Freundschaften geschlossen, sondern endlich die Möglichkeit erhalten, Geborgenheit in einem familiären und liebevollen Umfeld zu erfahren.

Und dennoch erschüttern uns immer wieder Nachrichten wie im vorliegenden Fall. Dem 18-jährigen Nigerianer droht nun die Abschiebung nach Nigeria und sein Schicksal liegt in den Händen einiger SachbearbeiterInnen der Abteilung Ausländerangelegenheiten. Sein Vater, selbst bereits deutscher Staatsbürger hat solange es nur ging, versucht das Problem von Ayo fernzuhalten, denn er steckte mitten in den Abschlussklausuren.

Das African Consultative Forum (ACF) hat in Ihrer vermittelnden Funktion zwischen den Fachbehörden und den afrikanischen Mitbürgern es sich zur Aufgabe gemacht, optimale Lösungswege zu finden. Im Vordergrund sollen hierbei nicht eventuell versäumte Formalitäten stehen, die mit Sicherheit nicht nur auf Seiten der Eltern erfolgten, sondern die Berücksichtigung der humanitären Gründe im Einzelfall.

Wir appellieren deshalb an:

1-      Olaf Scholz,  Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

2-      Senator Michael Neumann, Behörde für Inneres und Sport.

3-      Senator Detlef Scheele, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

4-      die Integrationssprecher  aller politischen Parteien (SPD, CDU, FDP, Grünen.)

5-      den Integrationsbeirat der Freien und Hansestadt Hamburg

6-      alle Organisationen, die sich für die Menschenrechte einsetzen

einzuwirken, insbesondere die verantwortlichen Behörde, damit die Abschiebung von Ayodele ausgesetzt wird.

An die afrikanische Community appellieren wir alles zu tun, um solche Vorfälle zu vermeiden bzw. auf die Formalitäten der Behörde früher zu reagieren und in der Zukunft solche Versäumnisse zu vermeiden und bei Bedarf das African Consultative Forum zu kontaktieren.

Irene Appiah / ACF – Stellv. Bildung, Ausbildung, Arbeit und Wohnung

MBA- Clement Klutse / ACF – Soziales,  Integration & Wirtschaft

Hon. Kenneth Gbandi / Erster Sprecher ACF

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